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Phänomene unter Hypnose

 

  1. Kognitive Veränderungen

    Orne untersuchte Probanden in Trance und stellte dabei fest, das hierbei besondere Unterschiede zum Alltagsbewusstsein vorhanden sind. Er nannte dies Trancelogik. Dies entspricht einer Logik, die Sprache wörtlich und bildlich nimmt. Im Besonderen sollen folgend zwei Phänomene geschildert werden:

    Eidetische Erinnerung:  Wallace machte Versuche mit zwei Bildern, die übereinander projiziert wurden um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. Er wies seine Probanden an, indem er nur das zweite Bild zeigte, das erste Bild zu erinnern und somit ein 3D Bild zu imaginieren. Dies funktionierte nur bei Kindern unter fünf und Probanden, die unter Hypnose in das entsprechende Alter zurück versetzt wurden.

    Hypermnesie: Die erhöhte Erinnerungsfähigkeit ist unter Hypnose wissenschaftlich nachgewiesen wurden.

  2. Physiologische Veränderungen

    Entgegen frühen Theorien zur Hypnose (vgl. Braid) gleicht der hypnotische Zustand eher einem entspannten Wachzustand. Dies wurde durch den Nachweis vermehrter Alpha- Aktivitäten im EEG belegt. Bei Untersuchungen mittels bildgebenden Verfahren (SPECT, PET) wurden Veränderungen des Frontalhirns, sowie eine Verlagerung der Aktivitäten im Gehirn von der dominanten hin zur nicht dominanten Hirnhälfte nachgewiesen.

    Es sind zahlreiche vegetativen Veränderungen des autonomen Nervensystems festgestellt worden: verminderte Ausschüttung von Stresshormonen, herabgesetzter Muskeltonus, gesenkte Herzrate, verminderter Blutdruck und Atemfrequenz.

  3. Psychosomatische Veränderungen

    Das Empfinden sowohl bei akutem, sowie bei chronischem Schmerz kann durch Hypnose wesentlich geschwächt werden (Analgesie). Zu diesem Anwendungsgebiet wurden zahl- reiche Untersuchungen unternommen. Dieses Phänomen wird heute vor allem zur Behand- lung von chronischen Schmerzen und Brandwunden, bei der Entbindung, zur Zahnbehand- lung und bei operativen Eingriffen genutzt.

    Es gibt Untersuchungen, die eindeutig Nachweisen, das Hypnose dermatologische Veränderungen bewirkt. Hierbei wurden erfolgreich Herpes simplex, Warzen und Ichtyosis behandelt.

    Die Wirksamkeit von Hypnose wurde außerdem bei der Kontrolle von Blutungen bei Operationen sowie beim Morbus Raynaud (spassmusartige Verengung der Blutgefässe an den Fingern) nachgewiesen. 



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