Ziele der
Hypnosetherapie
Die
Hypnosetherapie strebt mittels der Hypnosephänomene
mehrere Ziele an. Alle diese Ziele
verfolgen gemeinsam die Veränderung der Verarbeitung von kognitiven
und emotionalen Ereignissen mittels neuen oder wiedererinnerten Ressourcen die bislang nicht
genutzt wurden.
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Innere
Harmonie
Die innere Harmonie verfolgt im wesentlichen drei
Unterziele. Die Entspannung, die Stress-
reduzierung, die Förderung von Heilung und Regeneration. Dadurch
wird das Abwehrsystem
(Immunsystem) gestärkt, die Wundheilung beschleunigt,
Schlafstörungen beseitigt etc.
Als wesentlicher Wirkfaktor wäre hierbei das Phänomen der physiologischen
Veränderung zu nennen.
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Steigerung
der Suggestibilität
Sinnvolle Verhaltens- und Einstellungsänderungen und das
Fördern von Heilungsprozessen
durch Suggestion werden mit diesem Ziel verfolgt. Unter Hypnose
wird die veränderte
Auf-
merksamkeit genutzt um gezielte Suggestionen einzubringen.
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Veränderung
der Wahrnehmung
Zum einen wird hierbei das Phänomen der Zeitverzerrung
genutzt um die Hypnose vom
Alltagsbewusstsein zu differenzieren. Im Rahmen der Altersregression
ist es Möglich traumatische Erlebnisse etwa von überwertigen Komponenten zu
trennen und beim
Wiedererinnern neue Ressourcen einzuflechten. Somit werden die
Inhalte wieder zugänglich
und verarbeitbar.
Des Weiteren ist eine Veränderung der sensorischen Wahrnehmung
möglich, was z.B. in
der Schmerztherapie
Verwendung findet.
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Aktivierung
der Vorstellung
Hier wird sich ein Effekt nutzbar gemacht, der auf der
Wirkung bildhaften Vorstellens
beruht. Es wurde z.B. nachgewiesen, das die Vorstellung von sich
dehnenden Schläuchen
die Durchblutung fördert. Bei der Rehabilitation
neurologisch Geschädigter werden etwa
Bilder von Bewegungsabläufen mit einer bedeutsamen Erinnerung
verbunden um so den
Heilungsprozess zu beschleunigen. In Hypnose sind solche
Visualisierungen durch die
veränderte
Aufmerksamkeit noch wirksamer.
Wir sind oft in unserem Alltagsdenken gefangen. Wir haben uns ein
Denkmuster zurecht
gelegt, das uns eine schnelle Orientierung im Alltag erlaubt.
Gleichzeitig schränkt uns aber
diese Logik bei der Suche nach neuen Lösungswegen ein. Ein
14-tägiger Regenschauer ist für den ambitionierten Camper im Urlaub eine Tragödie.
Dagegen wird sich ein Getreidebauer über den Regen nach längerer Trockenheit freuen. Indem
unter Hypnose eine bildhafte Vorstellung von Veränderungsprozessen gegeben wird, ist es
möglich das begrenzte
Alltagsdenken zu umgehen um nach neuen Bewältigungsstrategien zu
suchen.
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Einleitung
von Suchprozessen
Gerade Milton
Erickson ging davon aus, das jeder Mensch, der zur Therapie
kommt, einen
ausreichenden Fundus an Erfahrungen besitzt, um sein Problem zu
lösen. Bei der bewussten
Suche nach einer Strategie zur Bewältigung führen oftmals die
Einschränkungen unseres
Alltagsdenkens in eine Sackgasse. Der Patient, der zur Therapie
kommt hat wahrscheinlich
schon hinreichend mit Grübeleien und Gesprächen zuvor erfolglos
nach einer Lösung gesucht.
In der hypnotischen Trance wird durch die Fokussierung der
Aufmerksamkeit ein Symptom-
freier (oder weitestgehend freier) Raum geschaffen, in dem Platz
ist für neue kreative Mög-
lichkeiten zur Problemlösung, die uns beim Alltagsbewusstsein
nicht zur Verfügung stehen.
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Reaktivieren
von Ressourcen ("Stilles Wissen")
Stilles Wissen meint, das persönliche Erfahrungen, die
zur Lösung eines Problems wichtig
sind, bereits früher gemacht wurden. Diese Erfahrungen gerieten
aber in Vergessenheit oder
wurden verdrängt. Milton
Erickson vermutet weiter, das auch präverbale oder einem
kollektiven
Unterbewussten entspringende Erfahrungen Inhalte dieses Wissens
sind. Unter Hypnose
können die unter Punkt V dargestellten Suchprozesse evoziert
werden.
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Regression
In einer Hypnosetherapie, die durch
einen integeren und vertrauenswürdigen Therapeuten
geführt wird, ist es dem Patienten möglich, die Außenkontrolle bzw. die Kontrolle des Alltagsbewusstseins an den Therapeuten abzugeben. Hierdurch wird
eine Rückführung
in die Kindheit erleichtert. Erlebnisse dieser Zeit können
rekonstruiert werden und mit Erfahrungen des Patienten, die er zu diesem Zeitpunkt noch nicht besaß, ergänzt werden.
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