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Hypnose


Auf diesen Seiten habe ich Ihnen einige Informationen zur Hypnose zusammen gestellt. Es soll ein möglichst realitätsnahes Bild der heute praktizierten klinischen Hypnose dargestellt werden. 

Gerade die Anwendung von Hypnose zu Bühnen- und Showzwecken, aber auch teilweise die Darstellungen in Film und Fernsehen haben ein breites Spektrum an Vorurteilen genährt und hält diese zum Teil sogar in medizinischen Fachkreisen aufrecht. 


Die wichtigsten Vorurteile seien kurz genannt:

  • Kontrollverlust unter Hypnose

    Der Hypnotiseur kann, wenn er erst einmal mit seinem "magischen Blick" die Versuchsperson erfasst hat, mit ihr machen was er will. Tatsächlich ist es aber so, dass Hypnose als Therapieverfahren die aktive Mitarbeit des Klienten unabdingbar beinhalten muss. Ohne Vertrauen zum Therapeuten geht das nicht! Er arbeitet mit der Vorstellungskraft des Klienten, wobei dieser durchaus mittels seiner Kognitionen den Verlauf der Hypnose mitbestimmt.

  • Der Hypnotiseur als Magier

    Die Person des Hypnotiseurs (angelehnt an den Auftritt so manches Bühnenhypnotiseurs) ist ein gesellschaftlicher Außenseiter. Er besitzt dunkle, stechende Augen, trägt einen langen schwarzen Mantel und ist geübt in den Zeremonien dunkler magischer Rituale. Im vorherigen Punkt wird schon das notwendige Vertrauen zur therapeutischen Arbeit angesprochen. Der klinische Hypnosetherapeut benötigt somit neben einer fundierten psychotherapeutischen Ausbildung auch die aus den humanistischen Therapieverfahren (worunter ich persönlich die Hypnosetherapie auch zähle) bekannten Charaktereigenschaften: Einfühlendes Verstehen, Selbstkongruenz, Ehrlichkeit, Toleranz und ein hohes Maß an Akzeptanz gegenüber seinem Klienten und dessen Wertesystem.

  • Der Verlust der Moral unter Hypnose

    Da der Hypnotiseur fähig ist sein Opfer Willenlos zu machen, so wird er aufgrund seiner okkulten Triebe auch versuchen es zu unmoralischem oder kriminellen Handlungen zu missbrauchen. Hübsche Klientinnen macht er sich hörig und unterwirft ihren Willen. 1.) Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden! 2.) Unter Hypnose sind unsere moralischen und weltanschaulichen Werte nicht ausgeschalten. Man tut unter Hypnose nichts, was man sonst auch nicht tun würde.

  • Verlust der Erinnerung an die Hypnose

    Ein paar Vorurteile wurden jetzt schon angesprochen. Jetzt beraubt uns der Hypnotiseur auch noch der letzten Kontrollmöglichkeit indem wir einfach das Geschehene vergessen. Wir vergessen täglich Hunderte von Dingen. Tatsächlich entscheidet unser bewusster Verstand ständig zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen. Die Hypnose bedient sich vielmehr der Mittel um Informationen, die verschüttet wurden, aufzudecken als der Amnesie wichtiger Ereignisse.

  •  Hypnose als Allheilmittel

    Wenn es nun so ist, das alle oben genannten Vorurteile über die Hypnose nicht zutreffen, so ist der Hypnotiseur eben nicht allmächtig. Somit ist es auch nicht möglich, das der Klient lediglich passiver Teil der Therapie ist und ohne eigene Mitarbeit sozusagen wie aus Zauberhand Besserung erfährt. Ohne Zweifel ist Hypnose ein wunderbares Mittel um neue oder lang vergessene Ressourcen in jemandem zu wecken. Wenn allerdings der Klient maßgeblich an der Gestaltung der Hypnose mitwirkt, so kann die Ausübung einer Hypnosetherapie nicht reduziert werden auf das Anwenden eines simplen Rituals.




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