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Heilpraktiker Andreas Brandl
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Hypnose

Vorurteile gegenüber der Hypnose

Gerade die Anwendung von Hypnose zu Bühnen- und Showzwecken, aber auch teilweise die Darstellungen in Film und Fernsehen haben ein breites Spektrum an Vorurteilen genährt und hält diese zum Teil sogar in medizinischen Fachkreisen aufrecht.
 

  • Kontrollverlust unter Hypnose
    Der Hypnotiseur kann, wenn er erst einmal mit seinem "magischen Blick" die Versuchsperson erfasst hat, mit ihr machen was er will. Tatsächlich ist es aber so, dass Hypnose als Therapieverfahren die aktive Mitarbeit des Klienten unabdingbar beinhalten muss. Ohne Vertrauen zum Therapeuten geht das nicht! Er arbeitet mit der Vorstellungskraft des Klienten, wobei dieser durchaus mittels seiner Kognitionen den Verlauf der Hypnose mitbestimmt.
     

  • Der Hypnotiseur als Magier
    Die Person des Hypnotiseurs (angelehnt an den Auftritt so manches Bühnenhypnotiseurs) ist ein gesellschaftlicher Außenseiter. Er besitzt dunkle, stechende Augen, trägt einen langen schwarzen Mantel und ist geübt in den Zeremonien dunkler magischer Rituale. Im vorherigen Punkt wird schon das notwendige Vertrauen zur therapeutischen Arbeit angesprochen. Der klinische Hypnosetherapeut benötigt somit neben einer fundierten psychotherapeutischen Ausbildung auch die aus den humanistischen Therapieverfahren (worunter ich persönlich die Hypnosetherapie auch zähle) bekannten Charaktereigenschaften: Einfühlendes Verstehen, Selbstkongruenz, Ehrlichkeit, Toleranz und ein hohes Maß an Akzeptanz gegenüber seinem Klienten und dessen Wertesystem.
     

  • Der Verlust der Moral unter Hypnose
    Da der Hypnotiseur fähig ist sein Opfer Willenlos zu machen, so wird er aufgrund seiner okkulten Triebe auch versuchen es zu unmoralischem oder kriminellen Handlungen zu missbrauchen. Hübsche Klientinnen macht er sich hörig und unterwirft ihren Willen. 1.) Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden! 2.) Unter Hypnose sind unsere moralischen und weltanschaulichen Werte nicht ausgeschalten. Man tut unter Hypnose nichts, was man sonst auch nicht tun würde.
     

  • Verlust der Erinnerung an die Hypnose
    Ein paar Vorurteile wurden jetzt schon angesprochen. Jetzt beraubt uns der Hypnotiseur auch noch der letzten Kontrollmöglichkeit indem wir einfach das Geschehene vergessen. Wir vergessen täglich Hunderte von Dingen. Tatsächlich entscheidet unser bewusster Verstand ständig zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen. Die Hypnose bedient sich vielmehr der Mittel um Informationen, die verschüttet wurden, aufzudecken als der Amnesie wichtiger Ereignisse.
     

  •  Hypnose als Allheilmittel
    Wenn es nun so ist, das alle oben genannten Vorurteile über die Hypnose nicht zutreffen, so ist der Hypnotiseur eben nicht allmächtig. Somit ist es auch nicht möglich, das der Klient lediglich passiver Teil der Therapie ist und ohne eigene Mitarbeit sozusagen wie aus Zauberhand Besserung erfährt. Ohne Zweifel ist Hypnose ein wunderbares Mittel um neue oder lang vergessene Ressourcen in jemandem zu wecken. Wenn allerdings der Klient maßgeblich an der Gestaltung der Hypnose mitwirkt, so kann die Ausübung einer Hypnosetherapie nicht reduziert werden auf das Anwenden eines simplen Rituals.

Ziele der Hypnosetherapie

Die Hypnosetherapie strebt mittels der Hypnosephänomene mehrere Ziele an. Alle diese Ziele verfolgen gemeinsam die Veränderung der Verarbeitung von kognitiven und emotionalen Ereignissen mittels neuen oder wiedererinnerten Ressourcen die bislang nicht genutzt wurden.

 

  1. Innere Harmonie
    Die innere Harmonie verfolgt im wesentlichen drei Unterziele. Die Entspannung, die Stress- reduzierung, die Förderung von Heilung und Regeneration. Dadurch wird das Abwehrsystem (Immunsystem) gestärkt, die Wundheilung beschleunigt, Schlafstörungen beseitigt etc. Als wesentlicher Wirkfaktor wäre hierbei das Phänomen der physiologischen Veränderung zu nennen.
     

  2. Steigerung der Suggestibilität
    Sinnvolle Verhaltens- und Einstellungsänderungen und das Fördern von Heilungsprozessen durch Suggestion werden mit diesem Ziel verfolgt. Unter Hypnose wird die veränderte Auf- merksamkeit genutzt um gezielte Suggestionen einzubringen.
     

  3. Veränderung der Wahrnehmung
    Zum einen wird hierbei das Phänomen der Zeitverzerrung genutzt um die Hypnose vom Alltagsbewusstsein zu differenzieren. Im Rahmen der Altersregression ist es Möglich traumatische Erlebnisse etwa von überwertigen Komponenten zu trennen und beim Wiedererinnern neue Ressourcen einzuflechten. Somit werden die Inhalte wieder zugänglich
    und verarbeitbar.
    Des Weiteren ist eine Veränderung der sensorischen Wahrnehmung möglich, was z.B. in der Schmerztherapie Verwendung findet.
     

  4. Aktivierung der Vorstellung
    Hier wird sich ein Effekt nutzbar gemacht, der auf der Wirkung bildhaften Vorstellens beruht. Es wurde z.B. nachgewiesen, das die Vorstellung von sich dehnenden Schläuchen die Durchblutung fördert. Bei der Rehabilitation neurologisch  Geschädigter werden etwa Bilder von Bewegungsabläufen mit einer bedeutsamen Erinnerung verbunden um so den Heilungsprozess zu beschleunigen. In Hypnose sind solche Visualisierungen durch die veränderte Aufmerksamkeit noch wirksamer.
    Wir sind oft in unserem Alltagsdenken gefangen. Wir haben uns ein Denkmuster zurecht gelegt, das uns eine schnelle Orientierung im Alltag erlaubt. Gleichzeitig schränkt uns aber diese Logik bei der Suche nach neuen Lösungswegen ein. Ein 14-tägiger Regenschauer ist für den ambitionierten Camper im Urlaub eine Tragödie. Dagegen wird sich ein Getreidebauer über den Regen nach längerer Trockenheit freuen. Indem unter Hypnose eine bildhafte Vorstellung von Veränderungsprozessen gegeben wird, ist es möglich das begrenzte Alltagsdenken zu umgehen um nach neuen Bewältigungsstrategien zu suchen.
     

  5. Einleitung von Suchprozessen
    Gerade Milton Erickson ging davon aus, das jeder Mensch, der zur Therapie kommt, einen ausreichenden Fundus an Erfahrungen besitzt, um sein Problem zu lösen. Bei der bewussten Suche nach einer Strategie zur Bewältigung führen oftmals die Einschränkungen unseres Alltagsdenkens in eine Sackgasse. Der Patient, der zur Therapie kommt hat wahrscheinlich schon hinreichend mit Grübeleien und Gesprächen zuvor erfolglos nach einer Lösung gesucht. In der hypnotischen Trance wird durch die Fokussierung der Aufmerksamkeit ein Symptom- freier (oder weitestgehend freier) Raum geschaffen, in dem Platz ist für neue kreative Mög- lichkeiten zur Problemlösung, die uns beim Alltagsbewusstsein nicht zur Verfügung stehen.
     

  6. Reaktivieren von Ressourcen ("Stilles Wissen")
    Stilles Wissen meint, das persönliche Erfahrungen, die zur Lösung eines Problems wichtig sind, bereits früher gemacht wurden. Diese Erfahrungen gerieten aber in Vergessenheit oder wurden verdrängt. Milton Erickson vermutet weiter, das auch präverbale oder einem kollektiven Unterbewussten entspringende Erfahrungen Inhalte dieses Wissens sind. Unter Hypnose können die unter Punkt V dargestellten Suchprozesse evoziert werden.
     

  7. Regression
    In einer Hypnosetherapie, die durch einen integeren und vertrauenswürdigen Therapeuten geführt wird, ist es dem Patienten möglich, die Außenkontrolle bzw. die Kontrolle des Alltagsbewusstseins an den Therapeuten abzugeben. Hierdurch wird eine Rückführung in die Kindheit erleichtert. Erlebnisse dieser Zeit können rekonstruiert werden und mit Erfahrungen des Patienten, die er zu diesem Zeitpunkt noch nicht besaß, ergänzt werden.

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